Mai ist „Monat der Hautgesundheit“ – bereits das zweite Jahr in Folge

Foto:Bernhard Eder

Der 1. Mai ist der internationale Tag für Hautgesundheit und markiert gleichzeitig den Auftakt für den „Monat der Hautgesundheit“. In einer Pressekonferenz am 28. April wurde das diesjährige Programm der Awareness-Kampagne vorgestellt.

Der 1. Mai ist traditionell der internationale Tag der Hautgesundheit. In Österreich ist bereits zum zweiten Mal der ganze Monat Mai dem Thema „Hautgesundheit“ gewidmet. Hinter der Initiativ stehen der Verein big5health und seine Partner. Ziel ist es, die Bedeutung der Haut für Gesundheit und Wohlbefinden in das allgemeine Bewusstsein zu rücken und über aktuelle Fortschritte in der Behandlung häufiger Hauterkrankungen zu informieren.

Mit dem „Monat der Hautgesundheit“ erreicht MEINE HAUTGESUNDHEIT, Österreichs größte Awareness-Initiative rund um die Haut, die ihren ersten Jahreshöhepunkt. Nach dem großen Interesse der Medien und der Öffentlichkeit im vergangenen Jahr wartet die Kampagne heuer mit noch mehr Themen und Aktivitäten auf. Aktuelle News und Informationen sind in den nächsten Wochen auf der Kampagnen-Webseite meinehautgesundheit.at sowie auf big5health.at abrufbar.

Psoriasis, das „Chamäleon“ unter den Hauterkrankungen

Nachdem 2021 die atopische Dermatitis im Fokus gestanden ist, liegt der Schwerpunkt der Initiative in diesem Jahr auf der Schuppenflechte (Psoriasis). Psoriasis ist eine besonders belastende chronisch-entzündlichen Erkrankung, die neben der Haut etliche weitere Organe befallen kann, bei der in den letzten Jahren aber auch entscheidende Behandlungsfortschritte erzielt wurden, wie Univ.-Prof. Dr. Paul-Gunther Sator (Klinik Hietzing, Wien) zum Auftakt des „Monats der Hautgesundheit 2022“ feststellte: „Die Substanzgruppe der Biologika hat nicht nur das Verständnis der Erkrankung verbessert, sondern auch die Therapie der Psoriasis revolutioniert. Die Entwicklung bleibt in diesem Bereich nicht stehen. Erfreulicherweise schreitet das Verständnis der Krankheitsgrundlagen, aber auch die Etablierung neuer Substanzen ständig rasant weiter.“

Dermatologie und Allgemeinmedizin kooperieren

Etwa 20 Prozent aller Patientinnen und Patienten in der allgemeinmedizinischen Praxis haben ein dermatologisches Problem. Hautärzt:innen und Allgemeinmediziner:innen müssen daher näher zusammenrücken. Wichtig außerdem: die leicht zugängliche und kontinuierliche Fortbildung, damit neue Behandungsmöglichkeiten rasch praktisch umgesetzt werden können, sowie die Aufklärung der Bevölkerung über die Prinzipien der Hautvorsorge und den Umgang mit häufigen Hauterkrankungen. In beiden Bereichen setzt big5health mit MEINE HAUTGESUNDHEIT wichtige Akzente.

„Die ÖGDV hat sich beim „Monat der Hautgesundheit“ von Beginn an engagiert, weil alle zur Verfügung stehenden Kanäle zu nutzen sind, um die Hautgesundheit innerhalb unserer Bevölkerung insbesondere in Zeiten der erschwerten persönlichen Kommunikation zwischen Arzt und Patient zu optimieren“, sagt Univ.-Prof. Dr. Johann Bauer, Vorstand der Universitätsklinik für Dermatologie und Allergologie in Salzburg und derzeit Präsident der Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV). Zusammen mit big5health arbeitet die ÖGDV an einer Serie von dermatologischen DFP-Fortbildungen speziell für Allgemeinmediziner:innen, die im Jahresverlauf auf der DFP-Lernplattform big5academy.at veröffentlicht werden.

Psychische und soziale Aspekte von Hauterkrankungen

Hauterkrankungen könne nicht nur körperlich belastend und schmerzhaft sein, sondern tragen auch eine starke psychosoziale Komponente und ein erhebliches Stigmatisierungspotenzial. Vor allem Kinder und Jugendliche leiden unter dieser psychischen Belastung sehr. Um den Umgang mit den Erkrankungen zu erleichtern, ist neben einer wirksamen Therapie auch die psychologische Betreuung der Kinder und Jugendlichen sowie die Entstigmatisierung wichtig, betont OÄ Dr. Christine Bangert, Leiterin der Neurodermitis-Ambulanz an der Universitätsklinik für Dermatologie in Wien.

Häufige Krankheiten im Kindes- und Jugendalter, deren starke psychische Belastung sehr gut untersucht ist, sind Akne, Neurodermitis, Psoriasis, Vitiligo oder auch Alopecia areata. Bei Jugendlichen mit Akne leidet ein Viertel der Patient:innen unter psychischen Komorbiditäten, die nicht mit dem Schweregrad korrelieren. Fünfzehn Prozent davon haben eine körperdysmorphe Störung, das heißt eine übermäßige Konzentration auf ihr Hautleiden mit erheblichem Leidensdruck und verminderter Alltagskompetenz.

MEINE HAUTGESUNDHEIT trifft „Schüler für Schüler“ 

Im Zuge dessen stellt Dr. Bangert den Haut-Schwerpunkt der Videoreihe „Schüler für Schüler“ vor. Das Projekt wurde 2020 ins Leben gerufen, um mehr Verständnis für Kinder und Jugendliche mit einer chronischen Erkrankung zu schaffen. Nach Typ-1-Diabetes und Hämophilie wird nun der Themenkreis Hauterkrankungen und sichtbare Hautveränderungen aufgegriffen. Dabei werden vor allem potenziell stigmatisierende Hauterkrankungen bzw. Hautveränderungen wie Akne, atopische Dermatitis, Hautmale und Vitiligo thematisiert.

VORHERIGER ARTIKEL4LIFECHANGERS – Vorsorge und Pflege: So schützt du deine Haut
NÄCHSTER ARTIKEL4LIFECHANGERS – Neurodermitis und Co.: Juckreiz lindern bei Hauterkrankungen