Folge 14: Anlässlich des Monats der Hautgesundheit beschäftigt sich der aktuelle 4LIFECHANGERS mit einem leidigen Thema, das viele Menschen mit Hauterkrankungen gemein haben: Juckreiz. Expert:innen erklären, wie man das quälende Symptom von psychologischer Seite her angehen kann. Außerdem in der Sendung: Wie findet man als pflegende:r Angehörige:r die richtige Pflegeagentur?

Juckreiz – für Betroffene von Hauterkrankungen wohl eines der belastendsten Symptome. Besonders bei atopischer Dermatitis, auch Neurodermitis genannt, kann die Lebensqualität massiv leiden. „Bei Juckreiz kann man zum Beispiel die Haut eincremen oder kühlen, das wirkt oft lindernd, oder man kann Kratz-Alternativen ausprobieren. Eine Möglichkeit besteht darin, einen Gegenstand zu kratzen oder die betroffene Haut entweder zu streicheln oder zu klopfen.“, erklärt Dr. Franziska Matzer, Psychotherapeutin an der MedUni Graz. Neben Allgemeinmaßnahmen und medizinischen Therapien gibt es aber auch von psychologischer Seite her einige Tipps, wie man den Reiz besser unter Kontrolle bekommen kann.

Atopische Dermatitis wirkt sich auch auf die Psyche aus

Gerade deshalb können auch Gesprächstherapien helfen, den eigenen Umgang mit Juckreiz und Schmerzen zu erleichtern. Denn ein dauerhafter Juckreiz kann zu Depressionen oder gar Angststörungen führen. Probleme, die durch eine Psychotherapie minimiert werden können. „Es ist nicht immer so, dass alle so viel Verständnis dafür haben. Das (Anm. d. Red. ‚der Juckreiz´) ist nicht zu sehen, kann aber enorm persönlich belasten. Damit irgendwo zu landen, wo man ernstgenommen wird und man auch tatsächlich Hilfe erhält, wie man aktiv mit dem Problem umgeht, ist ein zentrales Tool, das die Psychotherapie anbieten kann“, erklärt Dr. Christian Fazekas, Psychiater an der MedUni Graz.

Weitere Tipps, die bei Juckreiz hilfreich sein können, gibt’s im Beitrag.

Weiteres Thema der Sendung: Klick für Klick zum Pflegeglück

Die Wahl einer passenden Pflegeagentur für Angehörige kann eine mühsame Entscheidung sein. Petra Grell will hier mit ihrer Plattform Abhilfe schaffen. „Du hast dich typischerweise nicht mit dem Thema Pflege beschäftigt bevor es passiert, (…) dann ist die Person im Krankenhaus und auf einmal du musst du das alles organisieren: die Pflege, die Hilfsmittel, den Umbau, was auch immer, und man ist da wahnsinnig überfordert“.

So geht es wohl vielen Österreicher*innen, wenn auf einmal Pflege für Angehörige benötigt wird. Für manche ein Grund für Resignation, für Petra Grell Motivation, eine Plattform für Pflege ins Leben zu rufen. Über tausend Pflegeagenturen gibt es in Österreich – mit variierender Qualität. Die Plattform schafft hierfür seit einem Jahr eine Übersicht. Mehr dazu im Beitrag.

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