4Lifechangers – Stärkung von Kinderherzen

Folge 43: Jedes hundertste Baby kommt in Österreich mit einem Herzfehler zur Welt. Auch der mittlerweile 13-jährige Kilian lebt mit einem angeborenen Herzfehler. Obwohl er Krankenhäuser besser kennt als das bei Kindern seines Alters der Fall sein sollte, steckt Kilian voll Tatendrang und lernt in der Kinder-Reha, seine Ausdauer zu steigern. Die aktuelle Sendung informiert weiters über einen 3D-Drucker, mit dem sich Knochenersatzteile drucken lassen.

Der 13-jährige Kilian hat als von einer angeborenen Aortenklappenstenose betroffener Teenager schon so einiges durchgemacht: Aufgrund einer Verengung zwischen der linken Herzkammer und der auch als Hauptschlagader bezeichneten Aorta kommt nicht die richtige Menge Blut in die Aorta. Aus diesem Grund braucht Kilans Herz seit seiner Geburt wesentlich mehr Kraft zum Pumpen als das Herz eines gesunden Kindes. Gelangt zu wenig Blut in die Hauptschlagader, wird der Körper eines sogenannten Herzkindes mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Das kann mitunter sehr gefährlich werden.

Kilian wurde im Alter von 11 Jahren am offenen Herzen operiert. Auch wenn die Operation gut verlief, ist damit nicht alles erledigt. “Am Anfang halt Schmerzen und so, jetzt hab`ich nur noch meine Narbe”, erklärt der Schüler. Die Narbe ist nicht schön verheilt, und Kilian nimmt aufgrund der Narbe auch eine Schonhaltung ein. Auch wenn sich der Junge oft krümmt, um weniger Schmerzen im Bereich der Narbe zu verspüren, versteckt er das Operationsmal nicht. Im Gegenteil: Mutig präsentiert er seine Narbe, denn sie ist ein Teil von ihm.

In einer speziellen Reha-Klinik für Kinder mit Herzerkrankungen lernt Kilian, seine Haltung zu verbessern und seine Ausdauer zu steigern. Durch das Training in der kokon Kinderreha werden die Herzfunktionen verbessert. Dort lernt der Schüler auch vieles, was er zu Hause anwenden kann – etwa die Salbenbehandlung der Narbe oder die Lockerung des Narbengewebes.

Weites Thema der Sendung: Knochenersatzteile aus dem 3D-Drucker

Im Christian-Doppler-Labor “Advanced Polymers for Biomaterials and 3D Printing” der TU Wien wird erforscht, wie sich mithilfe von 3D-Druckern Knochenersatz-Implantate herstellen lassen. Das Team um Stefan Baudis setzt unter lichtgeschützten Bedingungen grundsätzlich flüssige Substanzen, sogenannte Photopolymere, ein. Diese verwandeln sich unter speziellen Lichtbedingungen in einen festen Zustand. Dieser Vorgang bietet für die Medizin zahlreiche neue Möglichkeiten. So können beispielsweise Knochenersatzteile gedruckt werden. Die benötigten medizinischen 3D-Drucker produziert das Wiener Unternehmen lithoz, dessen CEO Johannes Homa erklärt: “Bei der Operation wird das Implantat eingesetzt. Und dann beginnt der eigene Knochen, in das Implantat reinzuwachsen und baut das Implantat in eigene Knochen um.”

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