4LIFECHANGERS – Wohltuendes aus dem Kräutergarten

Folge 23: Im Hollersbacher Kräutergarten erzählt Biobäuerin und Kräuterexpertin Andrea Rieder, was sich der Mensch von der Natur abschauen kann, welche Kräuter für Körper und Geist gut sind – und warum uns zum Beispiel Gänseblümchen glücklich machen. Um den Aufenthalt in der Natur geht es in gewisser Weise auch beim zweiten Thema dieser Sendung – ein „Hitze-Stick“, der auch mit dem Handy funktioniert, hilft bei juckenden Gelsenstichen.

Im Herzen der Nationalparkgemeinde Hollersbach in Salzburg finden sich auf rund 8.000 m² über 500 verschiedene Pflanzen. Andrea Rieder ist dort im Kräutergarten in ihrem Element. Die Biobäuerin und Kräuterexpertin beschäftigt sich bereits ihr ganzes Leben mit Kräutern und hat sich dabei auch einige Naturweisheiten abgeschaut: „Im Kräutergarten lernt uns jedes Kraut: Es braucht Zeit, es braucht Wärme, es braucht Sonne zum Wachsen – und die Natur gibt uns das. Manchmal mehr Sonnenschein, manchmal mehr Regen, aber am Ende passt es dann immer wieder,” bringt sie es auf den Punkt.

Kräuter sehen nicht nur schön aus, sie schmecken, riechen und tun gut – sie sind eine Wohltat für alle Sinne. Welche Wirkung Kräuter auf Körper und Geist ausüben, erklärt Andrea Rieder zuerst gleich an einer Blume, die irgendwie alle lieben. „Das Gänseblümchen ist so ein feines Blümchen. Wenn die Sonne scheint, dann schaut sie den ganzen Tag mit ihrem Blütenkopf der Sonne entgegen. Diese Sonne, die es auftankt, gibt es dann an uns weiter. Diese Fröhlichkeit und dieses Glücklichsein,” schildert die Bio-Bäuerin und Kräuterexpertin. Das entzündungshemmende Blümchen schmeckt vor allem als Tee oder auf einem Schnittlauchbrot.

Apropos Schnittlauch – dieser beinhaltet viel Chlorophyll, das dafür sorgt, dass mehr Sauerstoff im Blut aufgenommen werden kann. Aber auch die Brennnessel hat einen guten Zweck – sie wirkt entgiftend und enthält viel Eisen. Damit dieser jedoch nicht mehr auf der Haut brennt, hat Andrea Rieder hat einen Tipp für die Verarbeitung: “Mit dem Nudelwalker ein paar Mal d’rüberfahren, dann brechen die Brennhärchen, und sie brennen nicht mehr.“ Abschließend gibt die Kräuterexpertin noch einen Tipp, wie man bei sommerlicher Hitze einen klaren Kopf behalten kann: “Einfach ein Pfefferminzblatt zwischen die Hände nehmen, fest reiben und tief einatmen. Das bringt wirklich absolute Konzentration.“

Weiteres Thema der Sendung: Gelsenstichen mit Hitze entgegenwirken

Gelsen stehen im Sommer ganz oben auf der Lästigkeitsskala. Wenn sie einen stechen, bleiben juckende Stiche zurück, so dass man vor lauter Juckreiz aus der Haut fahren möchte. Das gängigste Mittel dagegen sind Salben und Cremen, aber die Medizin hat auch Hitze als wirkungsvolle Methode entdeckt. Denn ab 50 Grad Celsius werden die Proteine im Gelsenspeichel zerstört, worauf der Körper die Abwehrreaktion stoppt. Folglich geht die Schwellung langsam zurück – und das Jucken hört auf. Früher hat man dafür zum Beispiel Löffel heiß gemacht und dann auf die Einstichstelle gedrückt. Der Nachteil: Ist er zu heiß, tut das nicht nur weh, sondern kann auch leichte Verbrennung verursachen. Um das zu vermeiden, gibt es nun Tools, manche sogar mit App, mit denen sich die Hitze regulieren und gezielt einsetzen lässt. Das Smartphone als Stromquelle bietet zusätzliche Vorteile. Es spart Platz und ist meist zur Stelle.

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