4LIFECHANGERS – Wenn werdende Eltern doch nicht Eltern werden

Folge 24: Wenn ein Kind während der Schwangerschaft stirbt, ist die unsagbar traurige Zeit danach eine Herausforderung für die hinterbliebenen Eltern. Claudia Weinert hat das gleich zwei Mal erlebt, aber ihren Lebensmut nicht verloren. Heute ist sie Mutter dreier Kinder und engagiert sich als Obfrau des Vereins Regenbogen, um anderen in dieser schwierigen Situation zu helfen.

Bis zu 15 Prozent der Schwangerschaften enden laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits vor der 20. Schwangerschaftswoche mit einer Fehl- oder Totgeburt. Zu den hormonellen Veränderungen kämpfen die Mütter danach auch oft mit Schuldgefühlen. Die Situation ist für Paare, die sich auf ihr Kind gefreut haben, extrem schwierig. „Die ersten Wochen waren wie ein schwarzes Loch. Ich war im Schockzustand, denn es war unser Wunschkind, auch die Beziehung ist gescheitert. Mir hat es sehr geholfen, darüber zu reden, darüber zu lesen, es war meine Art, das zu verarbeiten,“ erinnert sich Claudia Weinert.

Nach zwei weiteren Fehlgeburten hatten Claudia Weinert und ihr heutiger Ehemann das Thema Schwangerschaft eigentlich für sich abgeschlossen. Nach der Adoption von Zwillingen wurde Weinert zur Überraschung aller doch wieder schwanger. Heute ist sie dankbar, dass sie Mutter von drei gesunden Kindern ist, aber auch dankbar für ihre Aufgabe als Obfrau im Verein Regenbogen. Dort engagiert sie sich in der Gesprächsgruppe, um andere in der gleichen Situation zu informieren, ihnen zu helfen oder Mut zu machen.

Weiteres Thema der Sendung: Faktencheck – Wie viel Fleisch ist zu viel Fleisch?

62,6 kg* Fleisch sind 2019 durchschnittlich pro Kopf gegessen worden – das sind rund fünf Portionen pro Woche und definitiv zu viel. “Prinzipiell sollte man maximal drei Portionen pro Woche essen. Da ist aber auch die Wurst schon inkludiert“, so Ernährungswissenschafterin Veronika Ottenschläger. Ihr Rat: “Gegen ein hin und wieder qualitativ hochwertiges Fleisch spricht überhaupt nichts. Aber gegen diese Massen – und das teilweise mehrmals täglich – und dann auch noch hochverarbeitet oder mit minderer Qualität ist für den Körper nicht günstig. Weil unser Cholesterinspiegel leidet, unser Blutdruck leidet. Wir nehmen mit dem Fleisch sehr viel Harnsäure auf. Also auch das kann ein Thema werden in Form von Gicht. Also mehr Entzündungserscheinungen oder eventuell sogar Krebserkrankungen. Meiner Meinung nach ist eine flexitarische Ernährungsweise – das heißt: hauptsächlich Vegetarier mit hin und wieder einem qualitativ hochwertigen Stück Fleisch oder Fisch – sicher eine zukunftsorientierte Ernährungsweise in unseren Breitengraden. Eine, die auch nachhaltig umgesetzt werden kann.“

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