4LIFECHANGERS: Sportmotivation und Darmgesundheit im Fokus

Folge 04: Die Erforschung des Darms ist in den letzten Jahren zunehmend in den Mittelpunkt gerückt und hat etliche neue Erkenntnisse gebracht: Die individuelle Zusammensetzung der Darmflora hat entscheidenden Einfluss auf die körperliche, aber auch auf die psychische Gesundheit. In dieser Sendung wird eine Technologie vorgestellt, mit der sich die eigene Darmgesundheit analysieren lässt. Außerdem zeigt uns Kim Fürchtner, wie man sich mit dem richtigen Setting auch in Corona-Zeiten zum Sporteln daheim motivieren kann.

Das sogenannte Darm-Mikrobiom, den meisten mehr bekannt unter „Darmflora“, ist die Gesamtheit der über 30 Billionen Darmbakterien, die sich im menschlichen Verdauungstrakt befinden. Sie hat einen großen Einfluss auf unser allgemeines Wohlbefinden und verrät viel über den Gesundheitszustand eines Menschen. „Wenn es dem Mikrobiom zum Beispiel nicht so gut geht, kann passieren, dass man zu Stoffwechsel-Erkrankungen eher neigt, dass das Metabolische Syndrom ausgeprägter ist oder auch, dass das Immunsystem in Mitleidenschaft gezogen wird. Denn über 80 Prozent unseres Immunsystems sitzen im Darm,“ erklärt Barbara Sladek.

Barbara Sladek und ihr Geschäftspartner Nikolaus Gasche haben sich eingehend mit dem Thema beschäftigt, und wollen mit ihrem Unternehmen myBioma Menschen dabei helfen, die eigene Darmflora besser zu verstehen. „Das Darm-Mikrobiom kann durch die Interaktion mit unserem Körper – besonders mit der Darmschleimhaut und mit den Körperzellen – sowohl auf der positiven Seite unseren Stress reduzieren und unsere Nährstoffe für den Körper gut aufbereiten und das Immunsystem stärken. Andererseits kann es aber auch Magen-Darm-Krankheiten verschlimmern,” erklärt Nikolaus Gasche.

Um zum Ergebnis des Zustandes der eigenen Darmflora zu kommen, muss mit einem dafür entwickelten Analyse-Kit eine Stuhlprobe in einem Labor abgegeben werden. Dort wird diese mittels einer neuen Technologie analysiert. „Diese Technologie erlaubt uns, die DNA von jedem Bakterium zu lesen und dann im Anschluss herauszufinden: Was sind die Funktionen des Bakteriums? Wie viel ist vorhanden? Und natürlich auch, was das Bakterium ist. Und darauf aufbauend können wir dann mit unserer Wissensdatenbank Rückschlüsse auf Gesundheitszustände geben,“ erklärt Barbara Sladek.

Das individuelle Ergebnis ist per App abrufbar. Außerdem enthält die App auch Informationen, wie das Mikrobiom besser unterstützt werden kann. „Wichtig ist die Ernährung, Schlaf, Stressreduktion bzw. dass man mit Stress gut umgehen kann, genügend frische Luft und Bewegung. Und natürlich auch das Weglassen von Giftstoffen wie zum Beispiel Alkohol oder Nikotin“, verrät Barbara Sladek.

Siehe auch Darm & Psyche: Über Wirkungen und Wechselwirkungen

Motivation zum Sport in Corona-Zeiten

Viele Österreicher bezeichnen sich selbst als Sportmuffel. Doch statt in Zeiten wie diesen Trübsal zu blasen, hilft vielleicht die richtige Motivation. Denn Sport hilft dem körperlichen und seelischen Wohlbefinden – jedoch wenn er Spaß macht und nicht quält. „Bei lauter Musik und bunten Lichtern vergisst man die Zeit und auch die Anstrengung,“ weiß Kim Füchtner aus Erfahrung. Sie unterrichtet „normalerweise“ Spinning-Klassen auf dem Rad in einem Fitnessstudio – seit der Pandemie eben online, aber deswegen nicht mit weniger Drumherum. Denn sie versetzt sich dennoch in Partystimmung. „Es ist wirklich etwas komplett Anderes, wenn man hier allein sitzt und die Stunde mit einer Kamera abhält“, vergleicht Kim. „Aber die Leute sind schon sehr froh über die Online- Stunden, dass sie in dieser schwierigen Zeit auch zu Hause etwas im sportlichen Bereich machen können. Sport zu machen in dieser coolen Party-Atmosphäre macht schon riesig Spaß.“ Wer kein Spinningrad zu Hause hat, kann sich die trotzdem ein Beispiel nehmen und seinen „Sportbereich“ in den eigenen vier Wänden so gestalten, dass Bewegung auf jeden Fall Spaß macht.

 

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