4LIFECHANGERS – Resilienz: Die psychische Widerstandskraft stärken

Folge 9: „Resilienz“, unsere psychische Widerstandskraft, wird vor allem in Krisenzeiten zu einem großen Thema. Aber was bedeutet Resilienz genau und wie kann man sie stärken? Außerdem: Wir sagen Kreuzweh den Kampf an und zeigen die besten Alltags-Übungen dafür.

Pandemie, Klimakrise und eine ungewisse Zukunft – diese Herausforderungen können dazu führen, dass Menschen den Boden unter den Füßen verlieren. Um dem entgegenzuwirken, bedarf es „Resilienz“. Aber was bedeutet das eigentlich? „Mit Resilienz ist gemeint: wie sehr werde ich (Anm. d. Red.: in einer Krisensituation) umgeworfen. Ein resilienter Mensch wird gar nicht so umgeworfen sondern nur ein bisschen. Und wie sehr habe ich Kraft, wieder in die Mitte zu kommen. Genau das ist es, worum es geht: Diese Kraft, trotz einer Krise, trotz äußerer Einflüsse wieder ganz in die eigene Mitte zu finden.“, erklärt Psychologin Heidemarie Smolka.

Lernen, resilienter zu werden

Für die Resilienz ist Optimismus besonders wichtig. Dazu gehören auch ein soziales Netzwerk, zukunftsorientierte Lösungsplanung und die Akzeptanz, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind. Das Beste daran: Man kann selbst lernen, resilienter zu werden. „Da kann ich jetzt ein ganz banales Alltagsbeispiel nehmen“, erklärt Smolka. „Ich könnte zum Beispiel im Wald spazieren gehen und über ein Problem nachdenken. Ich könnte aber auch im Wald spazieren und alle meine Sinne wecken. Dann höre ich das Vogelgezwitscher, rieche die herrliche Waldluft. Dann spüre ich vielleicht den Wind, durch meine Aufmerksamkeit, durch mein Gegenwärtigsein – und so schaffe ich eben die Basis für diesen Genuss.“. Natürlich bedeutet das nicht, negative Emotionen und Gedanken zu unterdrücken – wohl aber sich mit Maß und Ziel mit ihnen zu beschäftigen.

Eines der beliebtesten Resilienzmodelle stammt von der Psychologin Ursula Nuber: Ihre „Sieben Säulen der Resilienz“ dienen als Orientierung für einen besseren Umgang mit Stresssituationen im Alltag:

  1. Optimismus
  2. Akzeptanz
  3. Lösungsorientierung
  4. Opferrolle verlassen
  5. Verantwortung übernehmen
  6. Netzwerkorientierung
  7. Zukunftsplanung
Weiteres Thema der Sendung: „Happy spine, happy life“

Verspannungen, eingeklemmte Nerven oder sogar ein Hexenschuss können die Folgen von langer Arbeit am Schreibtisch sein. Um die Mindesthaltbarkeit unseres Rückens etwas in die Höhe zu schrauben, reichen ein paar Minuten Bewegung täglich.

Stärkung und Entspannung: Im Beitrag stellen wir drei Übungen für Rücken und Nacken vor, mit denen dem Kreuzweh der Kampf angesagt wird. Aber Achtung: Tritt keine Besserung ein, sollte man einen Orthopäden oder eine Orthopädin aufsuchen.

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