Folge 20: Einmal im Jahr trudelt bei vielen von uns der gleiche Brief in den Briefkasten: Die Einladung zum Gesundheits-Check. Aber warum braucht es diese jährliche Untersuchung überhaupt?

Die Antwort auf diese Frage: „Um gesund und fit zu bleiben und Krankheiten frühzeitig zu erkennen und dadurch die Lebensqualität zu verbessern“, erklärt Dr. Claudia Brössner, Arbeitsmedizinerin bei der ARGE Arbeitsmedizin.

Prävention und Früherkennung: Das A und O für ein langes, gesundes Leben

Die Vorsorgeuntersuchung ist ein gutes Instrument, um Veränderungen am Körper kontinuierlich zu beobachten und dadurch das Risiko einer Erkrankung zu vermeiden. Außerdem können bisher undiagnostizierte Krankheiten entdeckt und frühzeitig behandelt werden. Der Gesundheits-Check besteht aus zwei Untersuchungen: Beim ersten Besuch werden Blut- und Urinproben abegnommen und anschließend im Labor ausgwertet. Beim zweiten Besuch bespricht die Ärztin die Werte mit den Patient:innen. Auch die Erhebung von Größe und Gewicht sowie das Abhören von Herz und Lunge sind Teil der Untersuchung.

Ein gesunder Lebensstil beugt den Volksleiden vor

Die Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen, die weltweit die Todesursache Nummer eins sind, steht besonders im Fokus. Durch eine Blutdruck- und -Fettmessung kann das individuelle Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen eingeschätzt werden und Tipps zur Verbesserung des Lebensstils gegeben werden. Damit es gar nicht erst soweit kommt und die Ergebnisse der Untersuchung im Lot bleiben, rät Dr. Brössner: „Eine gesunde Ernährung, viel Bewegung machen, wirklich drei Mal in der Woche dreißig Minuten Ausdauertraining, das heißt Joggen, Schwimmen, Walken – was einem halt Spaß macht. Aber dass man wirklich in Bewegung bleibt, das ist immer wichtig. Keine Fertiggerichte, immer auf die Ernährung schauen, da hat man dann schon sehr viel erreicht.“

Leider wird die Vorsorgeuntersuchung bisher nur von rund 10 Prozent der österreichischen Bevölkerung wahrgenommen für Claudia Brössner ein Grund mehr, zu betonen, „dass sie nicht weh tut, und dass es für jeden (Anm.: und jede) von uns gut ist, wenn man sich einmal im Jahr durchchecken lässt.“ Mehr dazu im Beitrag.

Weiteres Thema der Sendung: Inkontinenz

Etwa eine Million Menschen sind in Österreich von Inkontinenz betroffen. Die Dunkelziffer liegt sicher höher, da sich viele Menschen mit Harn- oder Stuhlinkontinenz aus Scham nicht trauen, das Thema beim Arzt anzusprechen. Was man tun kann, um dieses Tabu zu brechen erfahren Sie im Beitrag.

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